Nr Name Beschreibung
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Als das Gründungsjahr von Daugavpils wird das Jahr 1275 angesehen. Das ist die Zeit, als der Heermeister des Livländischen Ordens Ernst von Ratzeburg auf dem Burgberg von Naujene die Burg Dinaburga (Dünaburg) gebaut hat. Die Burg hat mehrmals unter litauischen und russischen Einfällen gelitten, bis sie im Jahr 1557 von dem russischen Heer unter der Leitung von Iwan dem Schrecklichen zerstört wurde. Nach diesem Ereignis wurde die Dünaburg 17 km weiter am rechten Ufer des Flusses erneuert, wo sich heute die Stadt Daugavpils befindet. In der Zeit zwischen 1810 – 1833 wurde eine neue Festung gebaut. Im Jahr 1826 wurde mit dem Bau des heutigen historischen Zentrums begonnen. Während des Ersten Weltkriegs wurden die wichtigsten Industrieunternehmen mit ihren Mitarbeitern nach Russland abtransportiert. Während der ersten Unabhängigkeit Lettlands blühte das Kulturleben von Daugavpils auf. Der größte Teil der Stadt wurde während des Zweiten Weltkriegs – im Juli 1944 – zerstört. Heute ist Daugavpils die zweitgrößte Stadt in Lettland und ein bedeutendes wirtschaftliches Zentrum der historischen Region Latgale. Vor einiger Zeit wurden Rekonstruktionsarbeiten in der Festung von Daugavpils begonnen, die auch in Europa einzigartig ist.

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Zum ersten Mal wurde das Dorf im Jahr 1582 urkundlich erwähnt. Auf den Sandbänken in der Nähe von Pitrags liegen viele versunkene Schiffe. Im Jahr 1826 wurden in Pitrags elf Bauernhöfe und 190 Einwohner registriert. Um die Mitte des 19. Jh. wurde hier ein Wirtshaus eröffnet. 1937 gab es im Dorf 12 alte Bauernhöfe und 38 Fischerhöfe (vor allem neue Bauernhöfe). Im Dorf gab es mehrere Fischverarbeitungsstellen. In Pitrags lebte die hervorragende Erzählerin der livischen Sprache Marija Šaltjāre (Bertholde, 1860–1930), die mehr als 200 Märchen und Sagen, mehr als 90 Lieder, Spiele, etc. veröffentlicht hat. Das Baptisten-Gebetshaus von Pitrags wurde 1902 erbaut. Während des Ersten Weltkriegs brannte es aus, wurde 1925 wiederhergestellt und Ende des 20. Jh. renoviert. Im Zentrum von Pitrags im Bauernhof Krogi sind 27 Muster der Zäune von der Livischen Küste ausgestellt und hier werden auch Fischräucherei und Verkostung angeboten.

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Der Name von Subate ist zum ersten Mal im Jahr 1570 erwähnt worden, als der kurländische Herzog Kettler dem Grafen G. Plater-Sieberg den Platz des Marktes verkauft hat. Als im 17. Jh. die Familie Plater-Sieberg zum katholischen Glauben übergegangen ist, protestierten die evangelisch-lutherischen Einwohner von Subate und sind zum östlichen Ufer des Sees von Subate umgezogen, der das Eigentum der Familie von Osten-Sacken war, der auch das Landgut von Prode (heute nur Ruinen) gehörte. Im Jahr 1685 hat die Familie von Osten-Sacken den Überläufern eine evangelisch-lutherische Kirche gebaut, um die sich die Ortschaft Jaunsubate herausbildet hat. Beide Stadtteile wurden im Jahr 1894 vereint. Während der Freiheitskämpfe im Jahr 1919 wurde Subate von Litauern befreit, danach folgte die Teilung der Stadt zwischen Lettland und Litauen (im Jahr 1921 wurde die Grenze auf der ehemaligen Linie festgelegt). Das historische Zentrum von Subate bildete sichvom 16. bis 19. Jh. heraus. In dem Zentrum kann man Gotteshäuser von vier verschiedenen Konfessionen und eine Bebauung aus kleinen Holzhäusern besichtigen, die sich am Rand von schmalen und sich windelnden Straßen befinden. Die Stadt liegt an den Ufern einer subglazialen Bettung, in der sich auch die Seen Lielais Subates ezers und Mazais Subates ezers befinden, darum bieten auch die Naturverhältnisse der Stadt einen für Lettland nicht charakteristischen Blickwinkel.

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Als eine Siedlung ist Balvi zum ersten Mal 1224 erwähnt worden. In der Jahrhundertwende 19.-20. Jh. bildete sich Balvi als das Zentrum des Landgutes und der Gemeinde zu einer größeren Siedlung heraus. Während der lettischen Freiheitskämpfe im Jahr 1919 wurde in Balvi das Partisanenregiment der Region Latgale gebildet. Im Jahr 1926 hat Balvi die Ortschaftsrechte, aber im Jahr 1928 – die Stadtrechte erworben. Während des Zweiten Weltkriegs hat die deutsche Armee beim Zurückziehen fast die ganze Stadt niedergebrannt. Die Einwohner von Balvi sind darauf stolz, dass hier die Sonne drei Minuten früher als in Riga aufgeht. Das Zentrum der Stadt hat sich in den letzten Jahren sehr stark verändert.

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Neliela apdzīvota vieta, kuras apkārtnē jau izsenis iegūta kūdra un ārstniecības dūņas, kas izmantotas Ķemeru kūrortā. Kūdrā atrodas padomju laikā celtā dzelzsbetona rūpnīca, kura nodrošināja ar būvniecības materiāliem tagadējo Kauguru mikrorajonu.
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Die zentrale und auch schönste Straße in Trakai mit bunten Holzhäusern. Eins der seltenen Kenesa-Gebetshäuser der Welt – ein eingeschossiges Holzhaus mit einem bläulichen Dach.

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Tukums ist in den historischen Quellen zum ersten Mal im Jahr 1253 in dem Vertrag über die Teilung der Region Kursa zwischen dem Livländischen Orden und dem Bischof erwähnt worden. Wenn der Name der Stadt aus der livischen Sprache übersetzt wird, dann bedeutet er Sandhaufen, Sandberge. Am Anfang des 14. Jhs. hatte sich an der gemauerten Burg des Livländischen Ordens eine Siedlung der deutschen Händler und Handwerker herausgebildet, die dank der nahen Straße Riga – Preußen aufblühte. Später beeinflusste die Entwicklung der Stadt der Ausbau der Eisenbahn Riga – Tukums im Jahr 1877. Während der Sowjetzeit befanden sich östlich von Tukums der im Baltikum größte Flugplatz und die sogenannte Kriegsstadt der Armee der UdSSR. Heute ist die Stadt Tukums das Zentrum des gleichnamigen Kreises mit einem breiten Angebot an Dienstleistungen für Touristen.

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1387 wurde die Ortschaft urkundlich als Minor Irva bezeichnet. Bis zur Mitte des 20. Jh. war Mazirbe das größte livische Dorf an der kurländischen Küste: ein Fischerdorf und Zentrum für Schiffsverkehr. Im Dorf gab es eine Kirche, eine Schule, eine Apotheke, Forstwirtschaft, mehrere Läden, ein Post- und Telegraphenamt, einen Bahnhof, ein Sägewerk, ein Friseurgeschäft, eine Bäckerei und eine Fotowerkstatt. In Brauskas wurde eine Ziegelbrennerei betrieben. In den 30er Jahren des 20. Jh. wurde von der Fischergenossenschaft ein Fischverarbeitungswerk errichtet. 1923 wurde hier die Livische Gemeinschaft gegründet und 1939 das Livische Volkshaus eröffnet. Gegenüber dem Volkshaus befindet sich der Bauernhof Stūrīši (Familienhaus von Taizeļi), in dem man livische Haushaltsgegenstände besichtigen und auf Bestellung die lokalen Spezialitäten verköstigen kann. In Mazirbe lebten die ersten Vorsitzenden der Livischen Gemeinschaft, Kārlis Stalte und Mārtiņš Lepste. Der Kulturarbeiter Kārlis Stalte (1870–1978) war ein langjähriger Küster und Organist von Mazirbe und Mārtiņš Lepste Lehrer der livischen Sprache in den 30er Jahren des 20. Jh. Von außen ist das Gebäude der ehemaligen Seefahrtschule zu sehen, in der im Zeitraum von 1894 bis 1914 ca. 2.000 Studenten ausgebildet wurden. Während der Sowjetzeit befand sich hier ein Militärposten – „zastava“. 

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Befindet sich im Nordteil von Valmiera. Das Herrenhaus des Landguts (im Stil des Neobarocks) wurde vom Herzog Peter August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck von 1764 bis1771 gebaut. Später gehörte es anderen verschiedenen Besitzern. Gemäß den heutzutage gefundenen Informationen kann man behaupten, dass das Herrenhaus des Landguts am Anfang des 20. Jahrhunderts ein einstöckiges Gebäude mit einem barockalen Türmchen und einem nebenstehenden zweistöckigen Korpus war. Das Haus diente als Sommer- und Jagdhaus. 1918 wurde das Gebäude verbrannt. Zwei Jahre später wurde im Landgut von Valmiermuiža ein Gefangenenlager eingerichtet. Später wurde den Anbau des Herrenhauses erneuert und als Schule verwendet. 1936 wurde im Gebäude ein Gefängnis eingerichtet, das während des Zweiten Weltkriegs als Haftanstalt der Gefangenen diente. Später wurde das Gebäude verbrannt und die Ruinen abgebaut worden sind. Bis heutzutage ist der Turm von Valmiermuiža erhalten geblieben. Die Deckenmalerei der Turmräume sowie der Park sind Kulturdenkmäler. Heutzutage ist neben dem historischen Ort die Brauerei von Valmiermuiža errichtet und das Landgut von Valmiermuiža hat die zweite Luft bekommen!

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Zusammen mit der Stadt Valga in Estland ist Valka eine einzigartige grenznahe Zwillingsstadt.

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Obwohl von den 104 Dorfhäusern im Ersten Weltkrieg 97 Häuser zerstört wurden, hat sich das Dorf Lapmežciems am Ende der 1930er Jahre schnell erholt, und da arbeitete eine der stärksten Fischergenossenschaften der lettischen Küste. Während der Sowjetzeit wurde hier eine der größten Fischerkolchosen Selga gegründet, deren Gebäude bei der Mündung des Flusses Siliņupe zu sehen sind. Heute ist Lapmežciems ein beliebter Sommerhäuserbezirk, Erholungs- und Badeort. Als ein interessantes Denkmal der Fischereigeschichte kann man hier die ehemalige Anlegestelle der Fischerboote von Lapmežciems besichtigen, wo die Fischer Netzhütten gebaut und ihre Werkzeuge aufbewahrt haben. Zwischen der Pīlādžu Straße und dem linken Ufer des Flusses Siliņupe befand sich vom 3. – 2. Jahrtausend v. Ch. eine Fischer- und Jägersiedlung, an deren Stelle ein Denkmal aufgestellt ist. Dieser Ort ist die älteste bekannte Siedlung auf dem Gebiet des Nationalparks von Ķemeri. Ein Teil der Funde kann man im Museum von Lapmežciems besichtigen, wo eine heimatkundliche Ausstellung eingerichtet und das Material über die Kämpfe der finnischen Jäger in der Umgebung von Klapkalnciems gesammelt worden ist.

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Apdzīvota vieta ~ 1 km dienvidos no Daugavpils – Krāslavas (A 6) ceļa, kas pazīstama ar savu neparasto nosaukumu. Interesanti, ka vietvārds saistīts arī ar iedzīvotāju uzvārdiem, ko var redzēt tāda paša nosaukuma kapos. Ciema apkaimē pazīstams ir Lielo Muļķu svētavots, kuru gan nezinātājam ir grūti atrast, tādēļ ieteicams izmantot vietējā gida pakalpojumus, apvienojot šīs vietas izziņu ar biškopības saimniecības „Cīruļi” apskati.

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Die zweitgrößte Stadt Litauens und von 1920 bis 1939 die vorläufige Hauptstadt. Altstadt, Rathaus (16 Jh.), Basilikum-Kathedrale St. Peter und Paul (15 Jh.), Perkūnas-Haus (Donnerhaus, 15 Jh.), Laisves Alee, Čiurlionis-Kunstmuseum und Teufelsmuseum.

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Gelegen am linken Ufer des Emajõgi Flusses, am Fuß des Dombergs. Der Mittelpunkt der Altstadt ist der im Stil des Klassizismus gebaute Rathausplatz mit dem Rathaus und dem Springbrunnen „Die küssenden Studenten“, der ein Stadtsimbol ist.

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Eine alte, von den Letgallen bewohnte Ortschaft. Im 10. Jh. gelang der Kreis von Krāslava in den Händen der Fürsten von Polock, aber im 13. Jh. – in den Händen des Livländischen Ordens. Bis zum Anfang des 18. Jhs. bestand Krāslava als das Zentrum des Landgutes. Im Jahr 1729 hat Johann Ludwig Plater Krāslava für 1400 Taler gekauft. Die Familie Plater hat in Krāslava zwei Jahrhunderte geherrscht. In der Mitte des 18. Jhs. hat die Familie mit dem Bau des Schlosses begonnen. Nach der ersten Polnischen Teilung im Jahr 1772 wurde die Region Latgale an Russland angeschlossen. Krāslava begann zu verkümmern. Nach dem Bau der Eisenbahn Riga – Daugavpils – Witebsk (1865) blühte das wirtschaftliche Leben der Stadt wieder auf. Krāslava wurde wenig von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs betroffen, darum hat sich die Holzbebauung der Stadt aus dem Anfang des 20. Jhs. fast unberührt erhalten.

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Die bedeutendste Periode der Stadt ist mit der Zeit von 1561 bis 1795 verbunden, als der Kreis von Jelgava dem Herzogtum von Kurland und Semgallen gehörte. Als Jelgava zur Residenz des Herzogs (1567) und zur Hauptstadt des Herzogtums (1616) wurde, blühte die Stadt schnell auf. Der höchste Punkt der Entwicklung war in der Regierungszeit des Herzogs Jacob. In der Regierungszeit der letzten zwei Herzoge – Ernst Johann von Biron und seines Sohnes Peters – wurde die Academia Petrina (1775) – die erste Hochschule in Lettland – gegründet, im Jahr 1816 wurde die Gesellschaft für Literatur und Kunst gegründet, im Jahr 1822 wurde die erste lettische Zeitung Latviešu Avīzes veröffentlicht, im Jahr 1802 wurde das erste Theatergebäude, aber im Jahr 1898 – das erste Museumsgebäude in Lettland gebaut. Im Jahr 1937 zog im Schloss von Jelgava die Lettische Landwirtschaftskammer ein, aber in zwei Jahren wurde die Landwirtschaftliche Akademie von Jelgava geöffnet. Im Sommer 1944 wurden fast die ganze historische Bebauung und die Kunstwerte der Stadt zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Jelgava erneuert. Vor einer kurzen Zeit wurde auch der Turm der Heiligen Dreieinigkeitskirche erneuert, wo zurzeit eines der besten interaktiven Museen in Lettland (kinder- und familienfreundlich) eingerichtet ist.

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Ein ehemaliges Fischerdorf am Ufer des Kurischen Haffs. Aufgrund der Wanderdünen hat seinen Standort mehrmals seit dem Anfang des 19.Jh. geändert. Holzbebauung mit einheitlichem Stil und Traditionen.

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Bis zum 13. Jh. gehörte der Kreis von Smiltene zu dem von den Letgallen bewohnten Land Tālava. Nach der Invasion der Kreuzritter hat den Kreis der Erzbischof von Riga bekommen und am steilen Ufer des Flusses Abuls hat er im Jahr 1370 eine Burg gebaut. Die nachfolgenden Kriege und Seuchen haben weder die Bebauung der Ortschaft, noch die Einwohner geschützt. Die heutigen Konturen der Stadt begannen sich am Ende des 19. Jhs. mit den aktiven Tätigkeiten des Barons von Lieven – des Landgutinhabers von Smiltene – zu bilden. Bis zum Ersten Weltkrieg arbeitete in Smiltene eine Holzverarbeitungsfabrik, ein Wasserkraftwerk (1901, das erste in den Baltischen Ländern) und andere Unternehmen. Als sich im Jahr 1944 die deutschen Streitkräfte zurückgezogen haben, wurde in einem Brand der größte Teil der historischen Bebauung der Stadt zerstört.

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Evidence found at Dievukalns tells that Baltic tribes lived at this place 3,000 years ago the, but in 7th and 9th here at the Daugava Livs tribes settled. Bishop of Riga built stone castle at the bank of the river Daugava (first mentioned in the 1229), whose ruins you can see today as well. Lielvarde is an inspiration for such people of cultural awakening time as Andrejs Pumpurs (1841-1902) and Auseklis (1850-1879). During World War I (almost three years Daugava served as front line) Lielvarde was completely destroyed. After the World War II, here, as well as elsewhere in the Latvian territory, begins the establishment of collective farms. During this time Lielvarde became known for another symbol - "Lacplesa" beer. Today Lielvarde is a favourite of travellers, who have chosen to make their route along the right bank of the Daugava.

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Kuldiga is deservedly considered the most beautiful small town of medieval times in Latvia. Instead of it already in the 13th century the Bandava centre of the ancient Cours land was located. In 1242 construction of stone castle was begun at Venta Falls by the Livonian Order. Populated area formed beside the castle, which was the first to acquire the rights of a city in Kurzeme (in 1378). Significant was also its participation in the Hanza Union. From 1561 until 1795 Kuldīga was the capital city of Kurzeme Dukedom. Naturally, in the first half of the 17th century it experienced rapid economic growth, which was terminated by the beginning of the Northern War and plague epidemic. The pride of Kurzeme residents and the lack of larger industrial objects was the reason, why during the Soviet times larger masses of immigrants did not flood the city, therefore today Kuldiga is one of the most Latvian cities in Kurzeme. It is worth to visit Kuldiga and stay there for more than one day, because there is plenty to do here. Nature fans may observe the flying fish, but for researchers of cultural history a really vast field of work opens here.