Urlaub auf dem Land
No 50201
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Der Weg der Liven

5 Tagen

Historiker behaupten, dass die Liven auf dem alten Territorium Lettlands seit dem 10. Jh. treten. Die Liven besiedeln Nordkurland, Unterläufe von Daugava und Gauja. Sie fragen die ersten ankommenden deutschen Kaufmänner sachkundig – Wieviel kostet zur Zeit Walkstoff auf dem Markt in Visby? Das bedeutet, dass den Liven  die schwedische Insel Gotland bekannt ist. Die Liven sind gute Seefahrer, mutige und starkherzige. Nur ein starker Mensch kann mit dem Meer gut auskommen, auf Fischfang und Robbenjagd gehen, in den keineswegs ergiebigen Sanden der Meeresküste festwurzeln.
Das Territorium von Ģipka bis Oviši an der Meeresküste entlang ist uns zur Zeit als Livenküste bekannt. Hier sind immer noch von Romantik umwobene livische Fischerdörfer zu sehen. Das Kap Kolka wurde von Krišjānis Valdemārs (ein lettischer Förderer der Seefahrt) als den geographischen Mittelpunkt Europas errechnet. Seinem Appell folgend, nahmen die Liven an der ganzen Küste entlang aktiv am Segelschiffbau teil. Die Liven kamen nach Ainaži, um in einer Seefahrtschule Ausbildung zu machen. Es hat den Schiffen ermöglicht, entfernte Teile der Erde zu erreichen. So began das Jahrhundert der Segelschiffe. Ohne Liven könnte es nicht sein! An der Livenküste befinden sich auch die ältesten Leuchttürme Lettlands. Der Leuchtturm von Oviši zeigt wie ein Stern den Weg den Schiffen nach Rīga.
Zum Erbe der Liven gehören auch die Traditionen des Neunaugenfanges, die immer noch in Carnikava, Svētciems un Salacgrīva belebt sind. In Salacgrīva sind Fischzäune und Vorrichtungen zu sehen, die anderorts schon lange nicht mehr existieren.
Die Letten entstanden, wenn die Liven sich mit den Lettgallen vereinigten – scherzen die Liven. Wahrscheinlich haben sie im Grunde eben nicht so großes Unrecht.
Die livische Kultur, Sprache, Geschichte, Lebensart sind eng mit Lettland verbunden und nicht mehr trennbar.

Saison1-12